Ein Forschungsprojekt des Instituts für Pflegewissenschaft der Universität Basel

Wie können ältere Menschen auch dann mitbestimmen und teilhaben, wenn sie Pflege und Unterstützung benötigen? EPICENTRE-PARTICIPATIO untersucht Partizipation in Pflegeheimen, im betreuten Wohnen und in der häuslichen Pflege in Basel-Stadt und Basel-Landschaft und leistet damit einen Beitrag zur Entwicklung von Caring Cities.

Mit einem ethnographischen Ansatz untersucht das angewandte Forschungsprojekt, wie Teilhabe in unterschiedlichen Bereichen der Langzeitpflege in Basel-Stadt und Basel-Landschaft verstanden und praktiziert werden – im Pflegeheim, im betreuten Wohnen und bei der Unterstützung zu Hause. Im Zentrum steht die Frage, wie ältere Menschen auch bei zunehmendem Unterstützungs- und Pflegebedarf ihr Leben und ihr Umfeld mitgestalten können.

Damit knüpft das Projekt unmittelbar an die Idee der Caring City an: Eine sorgende Stadt schafft nicht nur bedarfsgerechte Angebote, sondern auch soziale und räumliche Bedingungen, unter denen Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Unterstützungsbedarfen teilhaben und mitentscheiden können. Langzeitpflege wird dabei nicht als isolierter Versorgungsbereich verstanden, sondern als Teil des städtischen und gesellschaftlichen Zusammenlebens.

In den vergangenen Monaten waren wir an zahlreichen Orten mit Praxisorganisationen und älteren Menschen im Gespräch. Z.B. bei den GVs des @Vereins Zusammenarbeit Alterssiedlungen Region Basel (ZABS), von palliative bs+bl und von CURAVIVA Basel-Stadt gab es Impulse zu Partizipation und Langzeitpflege. Beim Monatsanlass der Graue Panther Nordwestschweiz sowie gemeinsam mit der @Vereinigung aktiver Senior:innen- und Selbsthilfeorganisationen der Schweiz (vasos) gestaltete das Team interaktive Workshops.

Ein Highlight war der Forumtheaterabend «Letzte Schritte», den das neues marthastift zusammen mit uns organisierte. Das Publikum konnte in dargestellte Alltagssituationen eingreifen, Handlungsmöglichkeiten erproben und gemeinsam darüber diskutieren, wie mehr Mitbestimmung am Lebensende gelingen kann.

🧩 Die vielfältigen Begegnungen zeigen: Eine Caring City entsteht dort, wo Forschung, Praxis und Zivilgesellschaft gemeinsam danach fragen, wie Sorge, Teilhabe und Mitbestimmung im Alltag konkret gelebt werden können. Wir ( Katja Jungo, Nora Peduzzi, Séverine Soiron-Ballmer, Andrea Kaiser-Grolimund, Samuel Stenz, Mona Brandão, Flurina Fellmann, Mirjam Karlin und @Laura Maurer, am Nursing Science (INS), Institut für Pflegewissenschaft, Universität Basel) freuen uns darauf, diesen Austausch fortzuführen!

Aus unserem 📰 Newsletter am Institut Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung ISOS, Hochschule für Soziale Arbeit FHNW